Swinging Single Pricing (SSP)
Wie funktioniert SSP?
Bei der SSP-Methode werden bei der Berechnung des Nettoinventarwerts die durch die Zeichnungen und Rücknahmen verursachten Nebenkosten für den An- und Verkauf der Anlagen (Geld/Brief-Spannen, marktkonforme Courtagen, Kommissionen, Abgaben usw.) mitberücksichtigt.
Der sich aus der Differenz von Zeichnungen und Rücknahmen ergebende Nettobetrag ist für die Anpassung des Portfolios und somit auch für die entstehenden Nebenkosten massgebend. Die durch Zeichnungen und Rücknahmen am Handelstag verursachten Transaktionskosten sind von jenen Anlegern zu tragen, die diese Transaktionen in Auftrag geben.
Überschreiten die Zeichnungen an einem bestimmten Handelstag die Rücknahmen, so zählt die Fondsleitung zum errechneten «Bewertungs-Inventarwert» die durch den Überschuss an Zeichnungen entstandenen Transaktionskosten hinzu. Diese Summe wird als «modifizierter Nettoinventarwert» bezeichnet. Sind hingegen die Rücknahmen an einem bestimmten Bewertungstag grösser als die Zeichnungen, so werden die durch den Überschuss an Rücknahmen verursachten Transaktionskosten vom «Bewertungs-Inventarwert» abgezogen.
Der bei den Zeichnungen bzw. Rücknahmen anfallende Zu- bzw. Abschlag bei den Transaktionskosten erfolgt jeweils pauschal und bezieht sich auf einen Durchschnittswert aus einer Vorperiode von maximal einem Jahr.
Falls der Fonds weniger als ein Jahr auf dem Markt ist, wird dieser Faktor je nach den Besonderheiten des Fonds so festgelegt, dass ein repräsentativer Wert resultiert.
Zusammenfassung
- SSP ist fair, weil es zu einer verursachergerechten Belastung von Transaktionskosten führt.
- SSP schützt die langfristigen Anleger im Fonds vor einer transaktionskostenbedingten Performanceverwässerung.
- Bei SSP ist der Swing-Faktor (Performance-Verwässerungsschutz) bereits im publizierten NAV inbegriffen.
Daraus ergeben sich für Fondsanleger keine Änderungen im alltäglichen Umgang mit Fondspreisen. Bei Fragen bitten wir Sie, sich mit Ihrem Kundenberater in Verbindung zu setzen.





