Obligationen Anlagen
Mit Bonitätsprämien zu höheren Obligationenrenditen
Obligationenvermögen sind drei Hauptrisiken ausgesetzt, die den Erfolg bestimmen:
- Veränderungen der Wechselkurse bei ausländischen Anlagen
- Veränderungen in den Zinsen und in der Zinsstruktur
- Veränderung bei der Bonität
Im Ansatz von Swisscanto ist die Risikoprämie "Credit-Spreads" die entscheidende Steuerungsgrösse, mit welcher Mehrwert angestrebt wird. Das heisst, dass bewusst Kredit- und Bonitätsrisiken eingegangen werden. Denn diese werden über höhere Renditen systematisch und positiv abgegolten. Die mit dieser Strategie erreichte Zusatzrendite übersteigt bei genügend breiter Diversifikation das erwartete Ausfall- bzw. Konkursrisiko aller im Portfolio gehaltenen Schuldner in erheblichem Masse. Die Risikoquellen Zinsen und Währungen und ihre Komponenten werden relativ zur Benchmark weitgehend neutralisiert. Dies geschieht, indem die Obligationenvermögen kontinuierlich so gesteuert werden, dass sie gleich sensibel auf die Hauptrisiken reagieren wie das als Referenzgrösse vorgegebene Indexportfolio.
Sehr gute Schuldner (AA und höher) weisen relativ geringe Risikoprämien zu Regierungsanleihen auf. Ihr Hauptrisiko liegt in den Zinsänderungen, die schwierig zu prognostizieren sind. Diese werden deshalb von uns eliminiert, indem die Laufzeiten der Anlagen so gewählt werden, dass sie denjenigen der Benchmark entsprechen. In den tieferen Ratingkategorien treten vermehrt titelspezifische Bonitätsprämien auf. Swisscanto schafft dem Investor Mehrwert, indem Schuldner ausgewählt werden, die im Vergleich zur Referenzgruppe oder zu ihrer eigenen Vergangenheit schlechter bewertet sind, aber fundamental betrachtet ein höheres Potenzial aufweisen.
Voraussetzung für den Erfolg dieser Strategie ist allerdings, dass das Portfolio in allen Dimensionen professionell gesteuert und kontrolliert wird. Dazu gehören eine optimale Auswahl von Einzelschuldnern, Diversifikation der Sektoren und Abstimmung der Laufzeiten unter Berücksichtigung von Limiten wie erlaubten Benchmarkabweichungen und Positionsgrössen.
Bei Anlagen in unterschiedliche Schuldnerqualitäten kommt dem Portfolio-Ansatz eine entscheidende Bedeutung zu. Nicht das Einzelrisiko eines Investments ist für die Aufnahme in ein Portfolio entscheidend, sondern dessen Risiko- und Ertragsbeitrag zum Gesamtportfolio. Je tiefer die Korrelation der Anlagen untereinander ist, desto grösser ist der Diversifikationseffekt und damit die Risikoreduktion. Anleihen höchster Qualität sind untereinander stark korreliert, Anleihen tieferer Qualität weniger ausgeprägt. Das Hinzufügen einer weiteren Unternehmensanleihe zu einem bestehenden Portfolio kann den Gesamtertrag erhöhen und gleichzeitig das Risiko verringern.
Was für die Titel innerhalb eines Portfolios gilt, trifft auch für die Kombination von verschiedenen Portfolios zu. Die Kombination von Regierungs- und Unternehmensanleihen unterschiedlicher Qualität bringt langfristig ein systematisch höheres Ertragspotenzial. Wie hoch der Anteil der Anlagen in den tieferen Ratingqualitäten sein soll bzw. darf, hängt im Wesentlichen von der Risikofähigkeit und -bereitschaft des Anlegers ab.
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